NAMENSHERKUNFT
Übersetzt bedeutet Nanaimo „Big, strong tribe“, „group of many people“, „gathering place“.
Nicht zuletzt ist Nanaimo auch der Name einer Stadt in Kanada auf Vancouver Island.
Das klingt zunächst sehr schön - ein Ort, an dem alle zusammenkommen können. Eine Stadt am Meer.
Hinter dem Namen steht allerdings sehr viel mehr, worauf wir aufmerksam machen wollen.
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Wie so viele Städte in Nordamerika, hat auch Nanaimo ihren Ursprung indigenen Völkern, in diesem Fall den Snuneymuxw, zu verdanken. Durch eine anglisierte Schreibweise und falsche Aussprache dieses Namens durch die europäischen Siedler erhielt die Stadt ihren heutigen Namen.
Kanada war schon lange von indigenen Völkern besiedelt, die im Einklang mit der Natur lebten. Im 18. und 19. Jahrhundert begann mit dem Auftauchen der Europäer in Kanada, die das Land für sich beanspruchten, ein furchtbarer Wandel für die Ureinwohner. Kanada wurde kolonialisiert.
Die Europäer setzten es sich zum Ziel, die Inuit, Métis und First Nations kulturell an die „weiße Gesellschaft“ anzupassen.
Die kanadische Elite etablierte zur Durchsetzung der Assimilationspolitik ein Schulsystem in kirchlicher Trägerschaft. Seit 1876 wurden rund 150.000 Kinder unter staatlichem Zwang von ihrer Familie getrennt und in Internaten untergebracht. Dort sollten sie christianisiert und “umerzogen” werden. Das Assimilationsprogramm des Schulheimsystems ging einher mit körperlichen und sexuellen Misshandlungen, die für viele First Nations Kinder zum Tod führten.
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Erst mit dem Amtseintritt von Justin Trudeau xxxx entschuldigte sich das Land für diesen schrecklichen kulturellen Genozid.
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Bis heute werden bisher unentdeckte Massengräber von Kindern der First Nations gefunden.
Bis heute verschwinden den First Nations angehörige Frauen auf unerklärliche Weise.
Bis heute erfahren Angehörige der First Nations Benachteiligung und Diskriminierung.
Wir positionieren uns klar gegen die Ausgrenzung von Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder Hautfarbe.
Für uns bedeutet Nanaimo, einen Treffpunkt für alle Menschen, einen Ort ohne Diskriminierung zu erschaffen, an dem Minderheiten mehr als willkommen sind. Einen Ort, an dem Frieden herrscht…
Quellen: